Wie man sich selbst in einem von Vampiren bevölkerten Berlin wiederfindet - Interview mit Lolaca Manhisse

Lolaca Manhisse ist 26 Jahre alt, gelernte Kauffrau im Einzelhandel und lebt in Berlin. Sie singt für ihr Leben gern und veröffentlicht regelmäßig Coversongs in ihrem Lifestyle & Music Channel auf YouTube. Lolaca sagt von sich selbst, dass sie schlagfertige Protagonisten und Geschichten mit Happy End mag. Mit 16 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman "Sheylah und die Zwillingsschlüssel", der 6 Jahre später von einem Verlag veröffentlicht wurde. Unter dem Pseudonym Miranda J. Fox schreibt sie außerdem gefühlvolle Liebesromane.

Seit 2012 schreibst du Fantasy, seit 2013 Liebesromane unter deinem Pseudonym Miranda J. Fox, wie kamst du zum Schreiben? Was gab den Anstoß dazu, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Einen Anstoß gab es nicht wirklich. Ich habe einfach immer gerne gelesen und geschrieben. Damals noch Tage- und Traumbücher. Mit 16 Jahren habe ich dann beschlossen, „ernsthaft“ zu schreiben und so kam ich zu meinem Traumberuf.

Wie kam es dazu, dass du dich dazu entschieden hast, unter einem Pseudonym noch ein anderes Genre zu vertreten?

Ich hatte mal aus reiner Neugierde einen Liebesroman einer Kollegin gelesen und war so begeistert davon, dass ich danach zig Liebesromane verschlang und plötzlich Feuer und Flamme für das Genre war. Daraufhin beschloss ich, selbst einen zu schreiben, weil ich unter meinem Namen aber schon Fantasy und Thriller schrieb, wollte ich meine Leser nicht mit einem weiteren Genre verwirren und so dachte ich mir ein Pseudonym für meinen Liebesroman aus.

Wie sieht ein typischer (Schreib-)Tag bei dir aus? Hast du einen „festen“ Ablauf?

Ja und meistens halte ich mich auch daran. Um 7 Uhr aufstehen. 8:00 -12:00 Uhr ohne Unterbrechung durchschreiben. Danach werden der Haushalt und die Einkäufe erledigt, Marketing für die Bücher betrieben, Leserfragen und Interviews beantwortet, Termine abgehalten, Videos für meinen Lifestyle und Musik-Blog gedreht, Buchhaltung gemacht, Webseitenpflege und was sonst noch anfällt. Abends sitze ich dann wieder von 18:00 – 22:00 Uhr am PC und schreibe durch. Natürlich gibt es auch Tage, an denen ich gar nicht schreibe oder 16 Stunden lang an einem Manuskript sitze, aber in der Regel sieht so mein Arbeitsalltag aus.
Lolacas Schreibtisch
Woher bekommst du deine Inspiration und deine Idee? Was sind deine Kraftquellen?

Viele Ideen entnehme ich meinen Träumen. Ansonsten würde ich sagen, habe ich einfach zu viel Fantasie. :)

Am 30.08. erschien dein Liebesroman „Der endlose Wanderer“. Wie kamst du auf die Geschichte rund um Liv und Jack, den endlosen Wanderer?

Ich habe eine Dokumentation über Kanada gesehen und mir gedacht, wie schön es doch wäre, einen Protagonisten durch diese wunderbare und unendliche Landschaft streifen zu lassen. Ich wollte einen Roman, der seine Leser auf eine Reise mitnimmt und sie glauben lässt, sie würden in diesem Moment mit den Protagonisten mitwandern. Sie sollten sich genauso geborgen und fasziniert fühlen, wie ich, als ich die Doku gesehen habe, deshalb wird auch viel Natur in dem Roman beschrieben. Jack passt, wie ich finde, wunderbar in die Landschaft hinein, denn wie Kanada selbst, ist er geheimnisvoll, faszinierend und strahlt eine gewisse Ruhe aus, die auf andere abstrahlt.

("Der endlose Wanderer" ist bei Amazon erhältlich.)
 

Dein neuestes Buch „Tödliches Spiel - Gefangen“ unter deinem echten Namen ist ein reiner Psychothriller. Wie kam es dazu, dass du noch ein weiteres Genre für dich entdeckt hast?

 Ich lese unheimlich gerne Urban-Fantasy, vorzugsweise mit Vampiren und Werwölfen, aber auch Thriller. Und weil meine Vampirromane sehr aktionreich und blutig sind, war es für mich nicht so abwegig, einen Thriller zu schreiben. Ich habe ja praktisch schon Thriller geschrieben, nur eben mit Fantasy-Anteil und so beschloss ich, die magischen Wesen einfach wegzulassen und einen reinen Thriller zu schreiben. Das hat mich sehr gereizt. 

Mit welchem deiner Charaktere identifizierst du dich am meisten – wer hat am meisten von dir? Und welche Eigenschaften sind das? 

Mit Cherry Olsen, der Protagonisten meiner Vampir-Reihe „City of Death“.

Sie sieht nicht nur aus wie ich, ist so sarkastisch und humorvoll, sondern sie ist tatsächlich ICH. Ich habe mich praktisch selbst im Roman beschrieben, der natürlich auch in Berlin spielt und das finden meine Leser ziemlich witzig. Natürlich sollte man beim Lesen der Romane nicht glauben, dass ich immer genauso denken und handeln würde – es sind eben Geschichten, die durch gewissen Handlungen und Gedankengänge vorangetrieben werden müssen – aber es bestehen schon einige Parallelen zwischen Cherry und mir.


(Die komplette Reihe "City of Death" sowie die Weihnachtsgeschichte zur Reihe gibt es bei Amazon.) 

Am 15.09.2015 erscheint dein Liebesroman „Eine Zugfahrt ins Glück“ auf Englisch unter dem Titel „Next Stop: Love“. Vorher hast du bereits deine Reihen „Zuckersüßes Chaos“ und „Love and Fire“ übersetzen lassen. Woher kam der Entschluss, deine Bücher auch in anderen Ländern zu veröffentlichen?

Die Idee, „Eine Zugfahrt ins Glück“ übersetzen zu lassen, hatte mein Verlag, was mich sehr gefreut hat. Die anderen Bücher habe ich eigentlich nur für mich übersetzt, weil ich sie unheimlich gerne in Englisch lesen wollte und man das Veröffentlichen auf der amerikanischen Plattform natürlich gleich damit verbinden kann. 

"Next Stop: Love" ist ebenso bei Amazon erhältlich.

Hier findet ihr die Links zu den anderen fremdsprachigen Bücher. 


In welchem Genre fühlst du dich beim Schreiben, aber auch beim Lesen am wohlsten? Hast du eine Leseempfehlung für mich? 

Ganz klar im Fantasy-Genre, in dem ich auch angefangen habe. Mittlerweise habe ich so viele Liebesromane geschrieben, dass mir das Genre wunderbar liegt und auch flott von der Hand geht, aber ich merke es selbst: Beim Schreiben oder Lesen eines Fantasy-Romans, kommt noch einmal ein ganz anderes Gefühl auf. In diesem Genre fühle ich einfach zu Hause, ob beim Schreiben, Lesen oder Schauen.

Meine absoluten Lieblings-Vampirbücher sind zum Beispiel die von „Cat & Bones“ von Jeaniene Frost. Ich liebe aber auch die „Chronik der Unsterblichen“ - Reihe von Wolfgang Hohlbein.

Naja, und Harry Potter ist natürlich mein absoluter Favorit ;) 

Fast jeder kennt einen Spruch oder ein Zitat, das ihn perfekt beschreibt. Welcher/s ist deiner/s und warum? 

Es ist ein indianisches Sprichwort, das weniger mich selbst beschreibt, sondern etwas, dass wir uns immer wieder vor Augen halten sollten:

„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.“


Alle Bücher von Lolaca Manhisse gibt es bei Amazon. Die von ihr unter dem Pseudonym Miranda J. Fox veröffentlichten Werke gibt es ebenso bei Amazon. Alle aktuellen News gibt auf der Website von Lolaca Manhisse und Miranda J. Fox. Lolaca gibt es außerdem auf YouTube, Facebook, Twitter, Instagram, LovelyBooks, GoodReads und Google+. Miranda J. Fox findet ihr auch bei Facebook, LovelyBooks, GoodReads und Twitter. 

Ich habe mich sehr über das Interview gefreut! Danke dafür. Es hat viel Spaß gemacht!

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