Rezension -Vielleicht mag ich dich morgen-

"Von Heurika-Momenten und Büchern, die das Leben retten"
 

Titel: Vielleicht mag ich dich morgen
Originaltitel: Here's looking at you
Autorin: Mhairi McFarlane
Genre: Liebesroman
Verlag: Knaur
Seiten: 496 Seiten
Format: Taschenbuch
weitere Formate: E-Book, Hörbuch
Ersterscheinung (deutsch): April 2015
Preis: 9,99 €
ISBN: 9-783426-516478


Klappentext
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen. 
 
Meine Notizen zum Buch "Vielleicht mag ich dich morgen"

Hauptfiguren
Lesezeit am Strand
Anna (Aureliana) Alessi
... ist erfolgreiche Dozentin an der Universität und geht ganz in ihrem Beruf auf. Beruflich ist sie angekommen, privat sucht sie mit ihren 32 Jahren nach DER Liebe. Sie probiert verschiedene Online-Dating-Portale aus, nachdem frühere Beziehungen nicht gehalten haben.

Anna ist ein Familienmensch und sie liebt ihre kleine Schwester Aggy. Anna verdrängt nur zu gerne ihre Kindheit, in der sie wegen ihr nicht gerade schmeichelhaftes Äußeres gehänselt wurde. Im Inneren ist sie noch tief verletzt, auch wenn sich ihr Äußeres durch ihre Diszeplin mittlerweile zum Positiven gewandelt hat. 

James Fraser
James ist (noch) verheiratet mit einer wunderhübschen Frau, welche sich aber nach nur zehn Monaten nach der Hochzeit von ihm getrennt hat. James versteht die Welt nicht mehr. Nach Außen versucht er, den Schein des Perfekten aufrecht zu halten.

Er war mit Anna zusammen in der Schule, auch dort gehörte er zu der Clique der angesagten Schüler. Anna hat er als Mensch nicht wahrgenommen.


Inhalt
Am Strand
Aurelia ist in der Schule das typischer Außenseiter und wird gemobbt, zu dick und mit wenig Selbstbewusstsein versucht sie, keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als aber dann ihr heimlicher Schwarm James sie fragt, ob sie zum großen Abschlussball gemeinsam auftreten wollen, fühlt sie sich geschmeichelt. Doch James meinte es nicht ernst und und sie musste die schlimmste Demütigung ihrer Schulzeit erleben. Aus Aurelia ist nach ihrer Schulzeit zu Anna geworden, nun schlank und schön dank Punktezählen. Sie ist zufrieden mit ihrem Beruf und mit ihren Freunden, als eine Einladung für ein Klassentreffen ins Haus flattert. 

Beide, James und auch Anna, wollen zuerst aus verschiedenen Gründen nicht hingehen. Zum Schluss landen aber doch beide auf dem Klassentreffen. Und - was passiert? James erkennt Anna nicht! Das Treffen ist schnell vorbei. Wie es das Schicksal so will, muss Anna anschließend mit James zusammenarbeiten, der noch immer nichts von ihrer Identität Annas ahnt.  

Da er sie nicht erkennt, beschließt sie ihr Geheimnis für sich zu behalten und will nach der Zusammenarbeit den Kontakt sofort wieder abbrechen.

Ohne zu viel zu verraten kann ich sagen, das es spannend und manchmal überraschend weiter geht. Das Ende dürftet ihr erraten haben - aber genau aus diesem Grund lesen wir ja ;-).

Die Autorin 
Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk, Afrika, Milton, Keynes und Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bevor sie sich dort niederließ und als Journalistin arbeitete, studierte sie an der Universität Manchester.  Und wie ihre Figuren liebt sie es, ein Glas Wein zu trinken und bei gutem Essen mit Freunden zusammenzusitzen. Sie schrieb auch: "Wir in drei Worten".
Im Februar 2016 erscheint "Es muss wohl an dir liegen".

Mein Fazit 
Diese turbulente Liebesgeschichte mit allen Facetten des Liebeslebens habe ich schnell durchgelesen.

Anfangs bekommen Anna als auch James jeweils abwechselnd ein Kapitel für ihre persönliche Sicht der Dinge. Die Idee ist gut, leider war das Kapitel aber immer gerade dann zu Ende, wenn man sich in die Situation von Anna oder James hineinversetzt hat und das Umschalten viel mir zum Teil schwer. Nach ca. einem Drittel der Geschichte ändert sich die Erzählweise und das Buch wird gut. Gerade die Vorstellung auf einem Klassentreffen aufzukreuzen, viel hübscher und schlanker als vorher, das berührt mich. Nachts habe ich tatsächlich von diesem Buch geträumt und von einem Klassentreffen. Von einem Buch zu träumen, ist doch ein gutes Zeichen, oder? Schade fand ich, dass auf die Situation beim Klassentreffen nicht weiter eingegangen wurden ist. 

Das Buch ist aber dennoch kurzweilig geschrieben, es hat alles und fast jede Wendung, die man sich wünscht. Die Geschichte ist gut durchdacht und hat viele Einzelheiten, die zusammenpassen und man somit noch mehr Spaß am Lesen hat. Ich konnte das Buch kaum weglegen, denn es wurde außer der kleinen Schwierigkeiten am Anfang zu keiner Zeit langweilig. Das Cover ist eher unscheinbar, aber man findet die gemalten Figuren als Wasserzeichen an jeden Kapitelanfang wieder, was ich ganz nett finde. Ich vergebe wegen des leicht verzögerten Leseflusses am Anfang aber meiner kleinen Freudentränen am Ende hiermit vier von fünf Federn.

Bewertung


CONVERSATION

1 Kommentare:

  1. Hallo Biggi,

    wunderschöne Rezension und Gestaltung :).
    Wir haben also beide dem Buch 4 Sterne/Federn gegeben ;).

    Lg, Kristina

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