Grenzen sprengen, die man sich selbst und die Welt einem setzt - Interview mit Marie Graßhoff

Marie Graßhoff schreibt bereits, seit sie schreiben kann. Bevor sie schreiben konnte, hat sie Geschichten gezeichnet, gemalt und mit ihren Freundinnen ausgedacht und gespielt. "Ich bin ein Träumer und gleichzeitig ein Macher. Ich denke groß, habe klare Vorstellungen davon, wie mein Leben aussehen soll und tue alles, um das zu verwirklichen", sagt die Autorin der Kernstaub-Reihe von sich selbst.

"Dazu gehört definitiv auch das Kreativsein auf täglicher Basis. Ich schreibe jeden Tag. Und wenn ich nicht schreibe, dann plane, denke, bastle oder zeichne ich. Eins davon ist immer dabei, denn das erfüllt mich einfach", verrät Marie. 

Ganz exklusive Einblicke in ihr Leben und Schreiben sowie einen spannenden Ausblick auf noch unveröffentlichte Teile von Weltasche 1 gab sie mir im Interview:

Ganz klar: Du liebst das Lesen und Schreiben! Wie sah daher deine berufliche Laufbahn bisher aus?

Wegen meiner Leidenschaft zum geschriebenen Wort habe ich Buchwissenschaft und Linguistik studiert und wegen meiner Online-Affinität bin ich danach in den Social Media Bereich gewandert, wo ich zwei Jahre in einer Agentur tätig war. Inzwischen bin ich als freiberuflicher Grafikdesigner und freie Autorin unterwegs, um mir selbst ein bisschen mehr Konzentration auf meine kreative Ader einzuräumen.

Was gibt es doch über dich zu wissen? Irgendwelche Macken oder Angewohnheiten? :)

Was ist sonst noch wichtig? Nun, ich liebe meine Heimat den Harz, unseren Bauernhof, auf dem ich aufgewachsen bin, unsere Katzen und Hühner und Mamas selbstgemachte Birnenmarmelade. Ich habe mannigfaltige Laster, zu denen ich inzwischen stehe, bin ein leidenschaftliches Arbeitstier, brauche wenig Schlaf, lese unheimlich gern Mangas (und jede andere Art von Literatur) und färbe meine Haare alle 2 Wochen in einer anderen kunterbunten Farbe. Ich denke, das fasst mich ganz gut zusammen.

Gerade in den letzten Wochen hat sich viel bei dir getan. Wie sieht jetzt ein typischer Schreib-/Arbeitstag bei dir aus? Was hat sich alles an deiner Routine der letzten Jahre geändert?

Routine beim Schreiben gibt es bei mir nicht so wirklich. Ich denke, sobald zu viel Routine reinkommt, ist es ja auch langweilig. Meine Art des Schreibens und meine damit verbundene Routine sind wie mein Leben einem stetigen Wandel unterworfen.

Während ich zu Schulzeiten und im Studium noch ganze Tage frei hatte, nur zum Schreiben, wurde das mit meinem Eintritt ins Arbeitsleben 2013 zunächst etwas anders. Bei einem Agenturjob ist wohl jedem klar, dass er täglich teils deutlich mehr arbeiten wird als 8,4 Stunden. Während meiner 2 Jahre als Social Media und Community Manager bestand meine Schreibroutine also eigentlich daraus, überall hin mein kleines Netbook mitzunehmen und in jeder überhaupt nur verfügbaren Minute zu schreiben. Morgens und abends im Zug, in der Mittagspause, beim Warten auf den Bus und so weiter.

Inzwischen sieht das etwas entspannter aus. Ich kann mir als Freelancer den Tag selbst einteilen und habe meine festen Schreibzeiten. Dazu brauche ich dann auch selten mehr als mich und meinen Laptop, das habe ich mir in den letzten Jahren so antrainiert. Klar, Kaffee/Wein, Kaminfeuer, passende Musik etc. sind zwar cool, aber auch Luxus. Das ist schön, ich brauche es aber nicht unbedingt.

Aber wenn wir schon bei Luxus sind: Wenn ich es mir schon aussuchen kann, dann schreibe ich vor allem gern an diesen kühlen, regnerischen Tagen vor unserem Kamin im Wohnzimmer. Ein Traum.


Die größte Veränderung stellt wohl der kürzlich unterschriebene Verlagsvertrag für die Kernstaub-Reihe beim Drachenmond Verlag dar. Von mir auch nochmal: Herzlichen Glückwunsch dazu! Wie kamst du zu diesem Verlag und hast du ein paar Tipps für andere Autoren, die auch ihr Können bei einem Verlag unter Beweis stellen wollen?

https://www.drachenmond.de/

Tausend Dank, ich freue mich auch noch immer wahnsinnig darüber!

Wirkliche Tipps kann ich allerdings auch nicht austeilen, weil ich mich bei dem Verlag nicht einmal beworben habe. Die liebe Astrid – Verlegerin beim Drachenmond – sagte, sie wäre schon eine ganze Weile um mich herumgeschlichen, weil sie das, was sie von Kernstaub gelesen hatte, toll fand. Der liebe Pierre von „Ich liebe Fantasybücher“ hatte ihr dann den letzten Stubs gegeben und sie bot mir einen Vertrag an. Das war es auch schon.

Ihr seht: Ich habe nicht viel gemacht.

Mein Tipp für alle Autoren wäre, zu überlegen, ob sie wirklich zu einem Verlag wollen oder Self Publishing auch eine Option wäre. Denn ich muss sagen: Ich war als Self Publisher auch sehr zufrieden. Der Drachenmond ist super toll und kann mir sehr gut bei meinen überdimensional dicken Büchern helfen (ab 800 Seiten gerät man als Indie sehr an einige Grenzen). Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich längst nicht bei jedem Verlag unterschrieben hätte.

Wäre Kernstaub dünner, hätte ich viele Probleme auch selbst lösen können, bei denen der Verlag mich nun unterstützt. Ich hätte nicht bei einem Verlag unterschrieben, der nur die E-Books meines Buches herausbringt und dem ich alle Rechte an der Geschichte überschreiben muss. Ich hätte nicht bei einem Verlag unterschrieben, der von mir verlangt hätte, 300 Seiten zu kürzen, den Titel zu ändern und jedwede Selbstbestimmung aufzugeben.

Mein Tipp ist also eher: Überlegt euch sehr gut, was ihr als Autoren selbst machen wollt und könnt, bevor ihr bei Verlagen an die Tür klopft. Self Publishing ist schon längst kein Randbereich mehr und man sollte diese Option nicht außer Acht lassen.

Was bedeutet es für dich persönlich jetzt eines deiner Babys zu verlegen, wobei du, wie du selbst sagst, ja kein 100 %iger Verlagsautor bist, sondern vielmehr einen „Hybriden“ darstellst?

Für mich bedeutet es eigentlich nur Vorteile. Das Problem mit Kernstaub ist, dass die Bücher sehr dick sind. Über 800 Seiten. Wer einen der CreateSpace Prints mal in der Hand hatte, wird es bestätigen. Die Bücher sind riesig. Das ist als Self Publisher nicht einfach zu stemmen. Ich wollte die Reihe nicht noch weiter aufteilen (eine Trilogie in 6 Bänden ist schon genug), aber kleiner machen konnten wir die Schrift und die Ränder im Buch auch nicht. Das mündete darin, dass die Bücher superteuer waren, ich nicht einmal die schöne, cremefarbene Papiersorte auswählen konnte und ich pro Buch – das 18,99 kostete – gerade mal 18 Cent verdiente. Keine so tolle Sache.

Das hätte ich nur durch Auflagenkauf ändern können, was für mich aber zu dem Zeitpunkt eine finanziell und zeittechnisch unmögliche Sache darstellte. Da kam mir der Verlag ehrlich gesagt genau im richtigen Moment. Und dazu dann auch noch der perfekte Verlag. Wirklich.

Der Drachenmond Verlag ist alles, was ich mir je träumen konnte. Die Zusammenarbeit ist professionell und freundlich. Die Verlegerin hat eine ebenso große Liebe für ihre Bücher wie ich für meine Texte und man merkt in jedem Gespräch mit ihr, dass sie in jedes liebevolle Detail alle Arbeit steckt. Sie ist genauso ein Arbeitstier wie ich und schlägt sich für ihre Bücher regelmäßig die Nächte um die Ohren. Und die Ergebnisse sind toll. Ich könnte mich also nicht wohler fühlen.

Für mich bedeutet es am Ende also nur Vorteile. Kernstaub bekommt ein professionelles Lektorat (was ich mir bisher aufgrund der schieren Anzahl von 1500 Normseiten nicht leisten konnte), aber inhaltlich habe ich weiterhin freie Hand. Niemand redet mir inhaltlich rein, was mir sehr wichtig ist. (Klar, ich bin für alle Anmerkungen und Tipps offen. Aber Kernstaub ist nun mal keine Mainstream Geschichte und ich lasse sie auch nicht zu einer solchen machen. Das möchte der Verlag auch nicht.) Der Verlag übernimmt den Druck und alles – und so können Kernstaub und alle 5 Folgebände in Zukunft auch in Buchhandlungen bestellt und ausgestellt werden.

Die Cover darf ich weiterhin selbst machen, weil die Verlegerin meine Grafiken liebt (das freut mich wahnsinnig!) und ich behalte die Rechte an der Geschichte und den Charakteren, sodass ich Kurzgeschichten und Spin-Offs aus dem Kernstaub Universum noch immer selbst veröffentliche darf. Ich bleibe also Hybrid.

Kannst du uns einen kleinen Ausblick mit einem Auszug/Entwurf oder einer Zeichnung eines aktuellen Abschnittes aus der Kernstaub-Trilogie geben, an dem du gerade arbeitest?

Was für eine schöne Idee! Ich weiß, dass die Verlegerin nichts dagegen hat. Deswegen präsentiere ich hier einen unlektorierten Abschnitt von Weltasche 1, den bisher noch niemand außer mir und meinen Testlesern zu Gesicht bekommen hat.
Im Licht der Phasen flackert die Welt. Durchdringt man sich selbst, kann man eines Tages eventuell das Leben leben, das einem zusteht. Aber zwischen all dem Schweben und Laufen, zwischen all dem Werden und Sein, suche ich noch immer die Nacht.

Nacht ist die einzige Welt, die uns in sich hüllen kann, während wir sie noch in uns tragen. Die Nacht speist die finsteren Geister in unserem Kopf ebenso wie die Ruhe. Also wo befindet sie sich? Wo befindet sie sich, in einer Welt, in der alles und jeder nur nach Licht strebt?

Wir sitzen einander in einem leeren Zugabteil gegenüber und starren aus dem Fenster. Die Landschaft aus Seen, Bergen und Tälern ist so schön, dass ich mir wünsche, der Zug würde halten, damit wir aussteigen und uns in dieser Unendlichkeit verlieren können. Ich wünsche mir Zeit, jeden Zentimeter dieser Welt zu erkunden.

"Wenn es einen Ort gäbe, an den du jetzt reisen könntest", frage ich und du wendest mir deine Aufmerksamkeit zu, "welcher wäre es?"

"Ich kenne schon alle Orte", antwortest du ruhig und lächelst. Ich liebe die Leben, in denen du lächelst. "Und wenn ich mir einen aussuchen müsste, würde ich genau diesen hier wählen."

"Diesen hier?"

"Bei dir."

"Du Lügner." Ich weiß ja, dass du dir ein ruhiges Leben genauso wünschst wie ich. Ich weiß, dass du mich und deine Anomalie sofort aufgeben würdest, wenn es dir ohne Risiko möglich wäre.

"Ich meine es ernst." Du lehnst dich in deinen Sitz zurück, verschränkst die Arme und siehst wieder hinaus. "Hier, in diesem Moment, möchte ich nirgendwo anders sein."

"Machst du dich über mich lustig?"

Und wieder lächelst du. Du lächelst und ich frage mich, warum.

"Wir können das Schicksal nicht ändern, weißt du?"

"Was?", frage ich. "Wie meinst du das?"

"Unsere Position im System wird sich nicht ändern, egal wie sehr wir es uns wünschen. Egal, wie oft wir darüber nachdenken. Wir werden immer du und ich sein. Immer hier und jetzt."

"Aber …"

"Und manchmal bin ich froh darüber, diese Gewissheit zu haben. Bleibt es so, wie es ist, bleiben auch wir. Hör auf, nach etwas anderem zu suchen."

Suche ich?
"Hör auf zu suchen."
Ich mag diese Erinnerungsszenen bereits im ersten Teil mit am meisten. Sie sind einer der größten Motivationen für mich, an Kernstaub zu arbeiten. Dieses Eintauchen in immer wieder andere Realitäten und Gedankenwelten. Diese Ruhe. Das ist sehr magisch zu schreiben.

Neben dem Schreiben fotografierst du gern und gestaltest Cover für dich und andere Autoren. In welchem dieser Tätigkeitsfelder fühlst du dich am wohlsten und warum?

Im Grunde mache ich alles gern, was mir das Gefühl gibt, mich kreativ austoben zu können. Ich liebe es, zu reisen und magische Orte auf magischen Bildern festzuhalten. Ich liebe es, den Menschen die Welt durch meine Augen zu zeigen.

Beim Zeichnen fühle ich mich auch wohl, aber das ist ein Hobby, das ich eher weniger mit der Welt teile. Ich habe leider wohl zu wenig Geduld, um meinen Stil zu verfeinern.

Auch beim Grafikdesign war ich lange unentschlossen, was ich von meinen eigenen Werken halten sollte. Den Entschluss, Cover für andere Autoren zu erstellen, habe ich erst vor einigen Monaten erfasst, nachdem mich wirklich einige Kolleginnen danach gefragt hatten. Es macht mir wirklich riesigen Spaß, auch wenn ich mir alles daran selbst beigebracht habe und nicht mal mit Photoshop arbeite (hust). Aber ich habe bemerkt, dass den Leuten gefällt, was ich mache. Deswegen mache ich es weiter und biete diesen Service auch an. Wohl fühle ich mich dabei allemal.

Wenn ich mich entscheiden müsste, könnte ich es nicht. Jede dieser Tätigkeiten gehört zu mir und ich möchte keine davon missen.

Wie bist du zur Fotografie gekommen? Zeigst du uns dein Lieblingsfoto, das du jemals geschossen hast?

Wie ich dazu gekommen bin, ist schwierig zu erzählen. Ich lief schon immer gern mit der Kamera herum, um Momente festzuhalten. Selbst mit meiner ersten, kleinen Digitalkamera hatte ich immer das Bedürfnis, das Beste aus ihr herauszuholen. Und so setzte sich das immer weiter fort, bis es eine echte Leidenschaft war.

Ich arbeite noch immer mit einer Digicam für unter 200 Euro, aber damit bin ich zufrieden. Um mir eine Spiegelreflex zu kaufen fotografiere ich immer noch zu selten, aber das bedeutet nicht, dass es mir nicht unheimlich viel bedeutet.

Meine allerliebsten Fotos sammle ich seit Neustem hier:


Mein aktuell liebstes Foto ist wohl dieses hier:


Das habe ich auf meiner Tour auf den Brocken Anfang des Jahres gemacht und es sieht so unheimlich dystopisch aus. Das erinnert mich gewaltig an die Welt, die ich in Kernstaub geschaffen habe. Deswegen liebe ich es.

Die Cover zu Kernstaub und Weltasche hast du selbst designt. Hast du in ihnen auch geheime Botschaften, wie innerhalb der Bücher, versteckt? Wenn ja, ist es möglich alle zu finden und gibst du uns einen kleinen Hinweis?

Gute Frage! Ich würde es nicht wirklich versteckte Botschaften nennen, aber selbstverständlich habe ich mir dabei etwas gedacht.

Der Planet auf Cover 1 (von Alexei Kozachenko) spiegelt für mich komplett die zerstörte Erde in Kernstaub wider. Das Ende des toten Planeten, auf dem kaum mehr etwas lebt, die Meere braun und tot. Der Sonnenuntergang wirkt gleichzeitig wie das Ender Welt als auch wie ein Neuanfang. Das Foto hatte mich von Anfang an fasziniert, deswegen war ich wahnsinnig froh, als die Künstlerin – Janita Karra – es mir zur Verfügung stellte.

Das Besonderste auf dem Cover ist aber wohl nach wie vor die Schrift, das Logo. Daran habe ich auch definitiv am längsten gefeit und habe wirklich lange mit der gelernten und von mir bewunderten Designerin Stephanie Koshka von Fieberherz gearbeitet. Das Problem hierbei war, dass mir weder eine reine Serifenschrift gefiel, noch eine Serifenlose.

Hier mal die ersten Entwürfe. Die Serifenschrift sah mir zu filigran aus, zu wenig nach Science Fiction und dem Epos, das hinter dem Roman steht. Die Serifenlosen Variationen sahen mir entweder zu wuchtig oder zu futuristisch aus. Hier mal ein paar erste Entwürfe.


Alles nicht das Wahre. Die liebe Steffi machte dann den Vorschlag, dass ich mal versuchen sollte, eine Serifenschrift mit einer Serifenlosen zu kombinieren, woraus diese Version resultierte.

Das ist schon individueller, aber auch ein ziemliches Durcheinander. Und dann hatte ich DIE Idee. Eine Kombination der beiden Schriften, aus denen eine Schrift mit „Kern“ resultiert. Eine sehr gerade und „bolde“ Serifenlose, die in der Mitte ihren Kern preisgibt: Eine filigrane Serifenschrift. So war die Grundidee geboren. Unter Tipps und Anweisungen der lieben Steffi gestaltete ich dann noch die Farben dieses Schriftkerns im passenden Look – was auch nochmal einiges an Zeit verschlungen hat.

Am Ende wurden dann auch noch mein Name und der Untertitel entsprechend angepasst. Dabei liegt „Marie Graßhoff“ noch im Kern der Schrift und trägt damit Serifen, alles darunter ist serifenlos. Gerade auf dem ersten Cover kann so auch der Eindruck entstehen, die Schrift würde teils den Planeten darüber noch einmal aufgreifen.


Am Ende gab es dann noch den finalen Touch: Die Sterne und der Staub. Das steht eindeutig für die Universumsthematik und gibt dem Ganzen noch einen etwas magischen Touch.


Vom 17.03. bis 20.03.2016 findet die Leipziger Buchmesse statt, bei der du dieses Mal nicht nur als Besucher teilnimmst. Vielmehr hast du dich mit 11 weiteren Autorinnen für das Projekt „Zauber zwischen Zeilen“ zusammengetan, das einen eigenen Stand hat sowie Lesungen und Meet & Greets veranstaltet. Was bedeutet es für dich, nun auf der anderen Seite zu stehen und auf Lesungen aus deinem eigenen Buch vorzulesen?

Ehrlich gesagt ist das noch immer ein ganz eigenartiges Gefühl. Ich besuche die Leipziger und Frankfurter Buchmesse jetzt schon seit vielen Jahren als begeisterter Leser. Und ich fragte mich schon von vorn herein, wie es wohl wäre, einmal mit meinen eigenen Büchern vertreten zu sein. Einen eigenen Stand zu haben und Lesungen und Interviews zu geben. Ehrlich gesagt war das schon immer ein Traum. Ein so großer Traum, dass er unerreichbar erschien.

Dass er jetzt Wirklichkeit geworden ist, fühlt sich noch immer unwirklich an. Und ich bin wirklich verdammt dankbar dafür und sehr aufgeregt. Die Buchmessen sind für mich immer wie Familientreffen. Das wird sicher wahnsinnig cool.

https://www.facebook.com/ZauberZwischenZeilen/?fref=ts

Halle 2, H312, direkt neben der Fantasy Leseinsel

 
Achtung, der Stand ist mit "Sternensand" angeschrieben auf den Plänen, da der Stand über den Verlag von C.M. Spoerri angemeldet wurde. Das Banner ist aber nicht zu übersenden! ;)

Lesung im Café Stein am 19.03.2016 von 18.00 - 20.00 Uhr

Die Lesung ist jedoch leider schon ausverkauft. 

Im Anschluss an die Lesung, findet ab 20.15 Uhr im Barfusz ein Meet & Greet statt!

Messestand LBM16
18.03.2016 15.00 - 15.30 Uhr 
19.03.2016 15.30 - 16.00 Uhr

Auf welche deiner zauberhaften Kolleginnen freust du dich denn besonders (Wobei Maya Shepherd, Julia Adrian, Ava Reed und Juliane Maibach ja voraussichtlich nicht in Leipzig dabei sein können) und warum?


Ich freue mich wahnsinnig auf sie alle! Viele von meinen lieben Kolleginnen durfte ich schon persönlich kennenlernen. Die liebe Farina de Waard habe ich schon auf der FBM fleißig gestalked und dann mich später bei einigen kleinen Pläuschchen sehr nett mit ihr unterhalten. Das war toll. Mit Jasmin Romana Welsch habe ich in den letzten Tagen und Wochen sehr oft geschrieben, weil ich das Cover zu ihrem neusten Roman „Channels und Drakons“ entwerfen durfte. Sie ist so ein herziger Mensch und ich freue mich darauf, mit ihr auf ihren Erfolg anzustoßen.

Nicole Böhm und Nica Stevens bewundere ich schon seit einer kleinen Ewigkeit. Die beiden ziehen ihr Ding so toll durch und vermarkten ihre Bücher in so individueller Weise, dass ich schon immer zu ihnen aufschaue und alles bestaune, was sie machen.

Und auch alle anderen sind so tolle und bewundernswerte Persönlichkeiten, dass es eine echte Ehre für mich ist, in dieser Gruppe zu stecken. Ich werde sie erst mal kräftig durchknuddeln. :)

Auf deiner Facebook-Seite hast du extra ein Fan-Art-Album eingerichtet, in dem du dir zugesandte, selbst gezeichnete Bilder von Kernstaub-Fans zeigst. Hättest du je erwartet, dass Leser sich hinsetzen und solche kleinen Kunstwerke schaffen? Welches davon ist dein Favorit, oder besser, welches hat dich am meisten überrascht und warum?

Damit hätte ich NIE gerechnet! Ich bin echt hin und weg von all den Lesern, die sich solche Mühe machen, um mir eine Freude zu bereiten und ihre eigene Kreativität auszuleben. Sogar Kuchen haben schon einige gebacken. Das ist der absolute Wahnsinn für mich.

Ich liebe selbstverständlich jede einzelne dieser Zeichnungen. Die zurzeit fleißigste Zeichnerin ist eindeutig die liebe Andrea von Two Drawn Girls. Und ich darf schon mal verraten, dass ich gerade mit ihr zusammen an etwas ganz, ganz Genialem arbeite.

Zwischen all ihren tollen Zeichnungen kann ich mich kaum für eine entscheiden, denn jede einzelne beschert mir Freudentränen. Aber bei dieser hier hat sie definitiv Mara so perfekt getroffen, dass ich richtig, richtig überwältigt war.


Und noch kurz zum Abschluss: Gibt es ein Zitat oder einen Spruch, das/der dich schon längere Zeit begleitet und dich perfekt beschreibt? Wenn ja, wieso?

Ich bin schon immer ein großer Fan von Oscar Wilde, demnach ist eins meiner liebsten Zitate auch von ihm:
„Anyone who lives within their means suffers from a lack of imagination.“
Oder in Deutsch: „Wer im Rahmen seiner Möglichkeiten lebt, leidet unter einem Mangel an Vorstellungskraft.“ Dieses Zitat hat mich schon vor vielen Jahren so sehr inspiriert, dass es mir immer wieder einfach so in den Kopf kommt. Mich wachrüttelt. Und ich versuche noch immer, danach zu leben. Mich nicht von den Grenzen einschränken zu lassen, die ich selbst, die Gesellschaft oder die Welt mir setzen. Ich träume von Dingen, die unmöglich sind. Ich packe Projekte an, die ich selbst für unmöglich halte. Und wenn sie klappen, habe ich mich selbst überwunden. Und das ist das beste Gefühl der Welt, nach dem ich immer streben werde.

Ich bedanke mich vielmals und ganz herzlich bei dir für das tolle Interview! Es hat mir viel Spaß gemacht!

Und mir erst! Danke für die spannenden Fragen, ich habe mich gewaltig darüber gefreut! :)



Ab Mai 2016 ist Kernstaub - Über den Staub an Schmetterlingsflügeln (Teil 1 der Kernstaub-Trilogie) und ab August ist Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen (Teil 2 der Kernstaub-Trilogie) jeweils als Softcover und E-Book beim Drachenmond Verlag erhältlich.

Alle weiteren Infos zu Marie und ihrem Schaffen erhaltet ihr auf ihrem Blog, auf Facebook, Google+, Twitter, YouTube, LovelyBooks, Goodreads, Spotify, Tumblr, Instagram und Pinterest.

CONVERSATION

2 Kommentare:

  1. Ein wirklich tolles Interview !!!
    Ich mochte den ersten Teil der Kernstaub-Trilogie sehr gern und freue mich auf die Fortsetzung.
    Liebste Grüße,
    Hibi

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    1. Hallo Hibi,

      uns hat die Zusammenarbeit auch viel Spaß gemacht und wenn dabei ein toller Beitrag entstand, freut es uns umso mehr. :)

      GLG,
      Sarah

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