Rezension -Für alle Tage, die noch kommen-




Titel: Für alle Tage, die noch kommen
Autor: Teresa Driscoll
Genre: Gegenwartsliteratur

Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 368
Format: E-Book

weitere Formate: Gebundene Ausgabe, Broschiert
Erscheinung E-Book: 27.08.2015
Preis: 9,99 € (E-Book)
ISBN: 978-3-426-43560-1

  



Klappentext
Mit ihrem berührenden Debüt-Roman hat die erfolgreiche englische Journalistin und TV-Moderatorin Teresa Driscoll eine zu Herzen gehende Mutter-Tochter-Geschichte vorgelegt. Ihr hoch emotionales Buch verbindet ernste Themen wie Trauer-Bewältigung und Krankheit mit einer bezaubernden Liebes- und Selbstfindungs-Geschichte, in der ein liebevoll gemachtes Erinnerungsbuch mit Rezepten und Lebensweisheiten eine zentrale Rolle spielt.

Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter ohne Abschied geht?
Auch 17 Jahre nach deren Tod ist Melissa zutiefst verunsichert. Gerade hat sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt, obwohl sie ihn innig liebt. Da bekommt sie ein Buch zugestellt. Von ihrer Mutter. Ein Buch, das Melissa lehren kann, sich selbst zu vertrauen und den Menschen, die sie liebt.


Cover
Das Cover hat mir von Anfang an gefallen. Ich finde das Türkis passt sehr gut mit dem Gold zusammen, sie bilden aber auch einen schönen Kontrast. Passend zum Inhat ist das Cover eher schlicht gehalten, was ich aber - gerade bei den angesprochenen Themen im Buch - sehr gut finde. Schickes Cover - man kann nicht meckern. :)

Hauptfiguren
Melissa:
...ist neben Eleanor natürlich die Hauptperson, um die es in dem Buch geht. Sie ist, eigentlich, glücklich mit ihrem Freund Sam zusammen und das schon eine kleine Ewigkeit. Den Heiratsantrag von Sam lehnt sie ab ohne einen konkreten Grund nennen zu können.

Sie ist beruflich sehr erfolgreich mit ihren jungen Jahren und will auch noch weiter hinaus. Über heiraten und Kinder hat sie sich bisher keine Gedanken gemacht. Erst der Antrag und das Geschenk - das geheimnisvolle Buch - ihrer seit Jahren verstorbenen Mutter, reißen sie in ein verworrenes Bad der Gefühle.

Max:
..., der Vater von Melissa und Mann von Eleanor, arbeitet als Professor an einer Universität. Auch er kann auch eine gewisse Karriere zurückblicken, die aber vor vielen Jahren die Beziehung mit Eleanor auf eine harte Probe gestellt hat. Auch wenn er bereits versucht hat bei einer anderen Frau ein neues Glück zu finden, hat dies bisher nicht geklappt, weil er sich, wie seine Tochter, nach dem Tod von Eleanor, nicht mehr vollständig öffnen kann. Außerdem hat er seit dem die Angewohnheit entwickelt, "gegen alles anzurennen" - was ihm aber irgendwann einfach nicht mehr weiterhilft.

Eleanor:
...verfasste in der schwersten Zeit ihres Lebens - sie wusste sie wird sterben, man kann nichts mehr daran ändern und sie muss ihre Familie zurücklassen - das Buch für Melissa. Ihr Mann May weiß von alledem nichts. Eleanor ist eine Mutter wie sie im Buche steht: Gibt alles für ihre Tochter, damit diese glücklich ist und auch in der letzten Zeit vor ihrem Tode versucht sie sich nichts anmerken zu lassen, um Melissa schöne Erinnerungen zu schenken. Außerdem denkt sie auch über ihr Ableben hinaus an sie, indem sie das Buch für sie schafft.

Sam:
...ist seit der Kindheit in Melissa verliebt und eigentlich, wenn möglich, immer an ihrer Seite gewesen. Auch wenn Melissa, die 4 Jahre jünger als Sam ist, lange nicht begriffen hat, woran das lag. Er ist wohl der verständnisvollste und netteste Freund, den man sich vorstellen kann, denn Melissa verhält sich manchmal etwas unverständlich für Außenstehende. Beruflich ist Sam als Architekt erfolgreich.

Schreibstil und Handlung 
Gleich zu Beginn wird man in die Handlung geworfen, was ich super finde, jedoch anfangs etwas verwirrend, da zwischen den Sichtweisen einzelner Personen manchmal schnell gewechselt wird. Zudem kommen noch Rezepte (Toll!) und Anmerkungen zu diesen von der Mama. Jedoch hätte man die Wechsel und auch die eigentlich geschriebenen Texte am Anfang etwas besser kennzeichnen können. Mehrere Sichtweisen, Rezepte und Anmerkungen zu diesen alle mit normaler Schrift oder auch mal kursiv zu unterscheiden ist anfangs etwas verwirrend gewesen. Doch nach ein paar Seite hat man sich reingefunden. Ich fand schnell gefallen an den häufigen Wechseln und auch teilweise unterschiedlichen Sichtweisen ein und derselben Sitation.

Am Schreibstil kann man nichts meckern, ebenso an der Rechtschreibung. Alles vorbildlich und auch sehr flüssig. Auf extrem lange Beschreibungen der Umwelt oder von Situationen wurde verzichtet - Vielmehr wurde alles vermehrt durch die Gefühlswelt der jeweiligen Person beschrieben.

Wie der Klappentext bereits beschreibt, geht es darum, dass eine Mutter, die weiß, dass sie bald an Krebs sterben wird, ein Buch für ihre kleine Tochter schreibt. Aber in "Für alle Tage, die noch kommen" geht es um so viel mehr! Es geht darum, wieso Melissa das Buch erst mit 25 Jahren bekommt, wieso sie den Antrag von ihrem Freund ablehnt, obwohl sie ihn über alles liebt. Es geht darum, wie ein Kind, aber auch sein Vater, damit umgehen sollte/muss, wenn die Mutter stirbt.

In dem Buch wird sehr einfühlsam darauf eingegangen, was eine solche Erkrankung für den Erkrankten bedeutet, aber auch für dessen Angehörige und Freunde. Wenn man selbst einen solchen Fall in der Familie oder im Freundeskreis noch nicht hatte, kann man sich nur schwer reinversetzen. Dieser Roman zeigt auch nicht nur auf, was im Laufe der Krankheit mit den Menschen geschieht, sondern auch lange über den Tod hinaus machen kann. Wie die Krankheit und das traurige Ende alle Lebenslagen eines Menschen beeinflussen kann, wenn auch nur indirekt und auch Jahre später. 

Sehr gefühlvoll und auch respektvoll hat die Autorin hier ein "aufklärendes Buch" zu so vielen Themen geschaffen, mit denen man sich im täglichen Leben so vielleicht nicht auseinandersetzt.

Nicht nur auf das Thema Krebs wird eingegangen, sondern auch auf Situationen in Leben eines Menschen, die er durchstehen muss, die er hinterfragen muss und die er durchleben muss.

Mich hat dieses Buch zu Tränen gerührt! Nicht nur, dass ich mich noch besser in Eleanor reinversetzen konnte, da ich nun auch Mutter bin, sondern weil dieses Buch einfach so viele Facetten des Leben aufzeigt, die Probleme, die man haben kann und wie man sie durchzustehen versuchen sollte. 

Fazit
Was soll ich sagen? Ein sehr emotionales Buch, was man kaum weglegen konnte! Themen wurden angesprochen, die einfach zum Nachdenken anregen, Gefühle wurden rübergebracht und ausgelöst. Ein Buch, über das ich wohl noch lange nachdenken werde! Klare Empfehlung!
 
Bewertung 
❤❤❤❤❤

"Für alle Tage, die noch kommen" gibt es u.a. bei Amazon. 

Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares im Rahmen der Testleseaktion von jellybooks.de.

Hier gibt es eine kleine Leseprobe:

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