Rezension -Plötzlich Banshee-



Titel: Plötzlich Banshee
Autor: Nina MacKay
Genre: Fantasy

Verlag: ivi (Piper Verlag)
Seiten: 400
Format: E-Book

weitere Formate: Taschenbuch (ab 01.09.2016)
Erscheinung E-Book: 01.08.2016
Preis: 12,99 € (E-Book)
ISBN: 978-3-492-97550-6

  



Klappentext
Eine tollpatschige Todesfee und ihr Versuch, die Welt zu retten

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

Cover
Natürlich ist das Cover ein Hingucker - Schwarz mit Totenkopf und doch feminin durch die kleinen Details und Pastellfarben. Einerseits schlicht, andererseits aufregend und düster und doch erkennt man, dass der Inhalt wohl nicht so düster ist, wie vielleicht durch den Totenkopf angenommen. Toll!

Hauptfiguren
Alana:
...weiß nichts davon, dass sie eine Banshee ist. Zwar sieht sie die noch vorhandene Lebenszeit über den Köpfen der Personen, jedoch geht sie davon aus, das wäre "normal". Sie ist eigentlich schon etwas zu tollpatschig, was jedoch auch einen Grund hat. Bisherige Beziehungen gingen nicht selten schnell in die Brüche, da sie Unglück praktisch magisch anzieht.

Alana arbeitet als Privat-Detektivin und kann somit ihre Gabe, den Tod der Menschen anhand ihrer noch verbleibenden Lebenszeit vorherzusehen, nutzen, um sie zu retten. Nichts, was wirklich immer gelingt. Sie setzt sich immer für ihre Freunde ein und hat dabei immer einen frechen Spruch auf Lager.

Clay:
...ist Alanas bester Freund und Mitbewohner. Beide wurden fast zeitglich vor einem Waisenhaus ausgesetzt und kennen ihre Eltern nicht. Clay ist ein ziemlicher Glückspilz und verdient sein Geld beim Online-Poker. Er versteht Alana ohne Worte, scheint manchmal ihre Gedanken lesen zu können und hat den gleichen Humor.

Dylan:
...ist Detectiv und untersucht die aktuellen Morde. Dabei lernt er eine tollpatschige und schlagfertige Alana kennen und trifft immer wieder mit ihr zusammen. Dass sie dabei immer irgendwie mit den Mordopfern in Verbindugn gebracht werden kann, macht ihn stutzig, weshalb er sie besonders genau beobachtet.

Schreibstil und Handlung
Der Schreibstil hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Sehr flüssig und man kann das Geschehen direkt vor seinem inneren Auge sehen. Schreibfehler oder andere "Ungereimtheiten" im Text sind mir nicht aufgefallen.

Im Laufe der Geschichte, in der Alana die Morde untersucht, tun sich viele weitere Geschehnisse auf. Grundsätzlich bin ich davon ein Fan und freue mich, wenn "nicht nur stur an einem Roten Faden lang gearbeitet wird". Es gibt im Leben auch viele Abzweigungen und Planänderungen, wieso also nicht auch in einem Buch? :)

Jedoch wurde es mir dann ungefähr ab der Hälfte des Buches zu viel. Immer und immer wieder passierte etwas Neues, wie gesagt grundsätzlich toll, aber man kam dem "Haupt-Roten-Faden", also der eigentlichen Lösung des Problems, nur sehr langsam oder gar nicht näher. Dann zog sich die Handlung leider. Natürlich waren die einzelnen Geschehnisse toll geschrieben und interessant, aber haben die Haupthandlung sehr in die Länge gezogen und teilweise die Spannung genommen.

Durch diese verschiedenen Nebenhandlungen, die wirklich eine tolle Welt geschaffen haben und neue Informationen hervorbrachten, wurde natürlich irgendwann doch wieder auf die Haupthandlung zurückgeführt. Sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen. Doch durch diese Zurückführung wurden viele Dinge insgesamt nicht nur zwei Mal beschrieben/erklärt, sondern fünf oder sechs Mal. An diesen Stellen dachte ich mir dann "Wieso wird das jetzt nochmal so genau erklärt?" Dies nahm wieder die Spannung. Leider. 

Die Geschichte ist super! Ab ca. 80 % des Buches (was bedeutet, dass ca. 30 %, als rund 120 Seiten haben sich für mich sehr gezogen) ging es wieder richtig los und man "kam voran".

Zum Ende hin wurde dann aber wiederum alles recht schnell beendet, was nach einer gewissen Langatmigkeit innerhalb des Buches für mich nicht verständlich war... Schade. 

Fazit
Wie bereits gesagt, ist die Story toll, die Charaktere sind super. Der Humor, gerade von Alana, macht echt Spaß und man fiebert -meistens- mit. Jedoch hat mich der langatmige Teil, die Wiederholungen von Erklärungen und der - im Gegensatz dazu - abrupte Schluss, sehr enttäuscht und ich muss deshalb leider 2 Herzen abziehen. Es war für mich einfach nicht rund.

Bewertung 
❤❤❤ 

"Plötzlich Banshee" gibt es u.a. bei Amazon. 

Wen meine Kritikpunkte nicht stören oder wer einfach mal reinlesen will - Hier gibt es eine kleine Leseprobe:

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